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8. März: Internationaler Frauenkampftag Wir
Frauen rufen zum 8. März 2008 auf unter dem Motto “Es reicht“.
Wir dulden die Hölle
nicht mehr, die in den patriarchalen Systemen vom Kosovo bis zum Irak, von
Afghanistan bis zu den Philippinen, von den USA bis nach Frankreich und von
England bis die Türkei, vom Iran bis nach Pakistan herrschen! 2007
war ein bitteres Jahr für die Frauen weltweit: ·
Dua,
ein kurdisches junges Mädchen etwa, kam durch Steinigung und die Tritte
ihrer Familie ums Leben. Ihr Name steht für viele kurdische Mädchen, die
ebenfalls im Namen der „Ehre“ von Männern umgebracht wurden. All dies
geschieht unter der Kurdischen Herrschaft im Irak, die von den USA gestützt
wird. ·
Tausende
irakischer Frauen suchten Schutz in Syrien und versuchen dort zu überleben,
indem Sie sich in Nachtklubs verkauften. ·
Afghanische
Frauen wurden regelmäßig im Pol-Charkhi Gefängnis von solchen
Polizisten vergewaltigt, die von den sogenannten „Friedenssichernden Kräften“
ausgebildet werden. ·
Die
westlichen Länder traten in einen harten Wettbewerb gegeneinander um die
Meisterschaft in Häuslicher Gewalt gegen Frauen an: In den USA wird jede
vier Minuten eine Frau vergewaltigt, in Frankreich stirbt alle drei Tage eine
Frau an den Folgen von häuslicher Gewalt. ·
In
Tabriz, einer Stadt im Ostiran, hing eine Frau solange am Galgen, bis sie tot
war, anschließend haben Männer ihren Leichnam für alle sichtbar
aufgehängt, als Lektion für die Frauen, die sich nicht der islamischen Ordnung
und ihren Regeln unterordnen. ·
Mitglieder
einer Polizeistreife, die ständig zur Kontrolle der Frauen auf der
Strasse unterwegs ist, nahmen die junge Iranerin Zahra fest, vergewaltigten
sie mehrfach und richteten sie schließlich hin. Sie ist eine von
tausend Frauen, die in den vergangenen 28 Jahren in den Gefängnissen der
Islamischen Regimes vergewaltigt worden sind. Doch
die Iranischen Frauen widersetzten sich im vergangenen Jahr ihrem
zugewiesenen Status weiter und kämpften noch entschlossener, wodurch das
Regime die Gewalt und Unterdrückung gegen sie verstärkte. Dutzende
Frauen und junger Mädchen sind daraufhin wegen „gesetzlosen Verhaltens“
in die Knäste gesteckt worden. Tausende
Frauen sind geschlagen worden und ins Gefängnis gekommen, weil sie sich
der vorgeschriebenen Verhüllung widersetzt haben. Aber wir Frauen blieben und
bleiben nicht ruhig! Wir iranischen Frauen werden der Welt nicht nur unsere
Kämpfe und unseren Widerstand gegen die theokratische und
frauenfeindliche iranische Regierung zeigen, sondern wir wollen uns mit den
Frauenbewegungen weltweit vereinigen. Im Iran
und mit den USA funktionieren die frauenfeindlichen Systeme jeweils auf ihre
Weise: Im Iran
drohen entweder Galgen, Steinigung oder Vergewaltigung durch die iranische
Sittenpolizei. Im Irak
beispielsweise, dessen Regime von den USA und ihren Verbündeten unterstützt
wird, drohen dagegen militärischen Angriffe, Bombardements und
wirtschaftliches Embargo sowie Frauensklaverei. Wir
werden nicht zulassen, dass die Frauenbewegung zwischen den Imperialisten und
der bestialischen islamischen Republik im Iran zerrissen wird. Wir Frauen
haben schon 28 Jahre Widerstand geleistet und wissen inzwischen, dass dort
jeweils patriarchale und frauenfeindliche Zustände herrschen und keines
der Systeme unterstützt werden darf! Die
iranischen Frauen haben das Recht auf eine Zukunft ohne Vorherrschaft des
Islamischen Regimes oder der patriarchalen Führung durch die USA und ihrer
Verbündeten. Wir wollen die Botschaft der iranischen Frauen weltweit
verbreiten, die ihren eigenen Weg wählen und unabhängig sein wollen
von der Dominanz reaktionärer Weltordnung! Wir
Frauen vom „8. März“ wollen dieses Jahr auf die Straßen gehen und
unseren Forderungen laut Nachdruck verleihen. Es ist Zeit, eine historische
Wende einzuleiten, indem wir uns emanzipieren und Gleichstellung für Frauen
einführen. Unseren
Forderungen sind die Abschaffung aller islamischen Gesetze: Steinigung,
Zwangsverschleierung, Geschlechterdiskriminierung, wir fordern das
Scheidungsrecht mit anschließendem Sorgerecht für die Kinder, wir
treten ein für das Recht auf unseren eigenen Körper, das Recht auf
Homosexualität und für die Abschaffung der Religionsmacht in allen
Lebensbereichen. Unsere
Botschaft für alle Frauen lautet, sich von der Unterdrückung und Ausbeutung
zu befreien. Dies
können wir Frauen aus dem Iran nur durch die Entmachtung des islamischen
Regimes erreichen. Unsere
Beteiligung an der Demonstration am 8 März wird unseren Kampf gegen das
patriarchale System weltweit stärken und uns helfen, unsere Forderungen
durchzusetzen. Wir
planen einen Marsch von den Niederlanden nach Frankreich und Belgien. Genauere
Informationen zum Marsch werden bald folgen. Zur
Kampagne zur Abschaffung aller geschlechtsspezifischer, islamischer Strafverfolgung
im Iran http:/www.karzar-zanan.com/ |